„E di là uscimmo a riveder le stelle“, diese Zeile aus der Divina Commedia von Dante Alighieri ist zum Jahresmotto der italienischen Eusalp-Präsidentschaft gewählt worden. Wie Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher heute (26. Jänner) bei der Pressekonferenz zur Vorstellung der Eusalp-Präsidentschaft Italiens durch Südtirol und das Trentino erklärte, „stellen diese Worte unser Vorsitzjahr im wahrsten Sinne des Wortes unter einen besonderen Stern“. Nach zwei prägenden Pandemie-Jahren habe sich gezeigt, dass nur gemeinsam und im Miteinander die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen seien. „Gerade die Eusalp etabliert sich immer mehr zu einem soliden und stabilen Instrument der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mitten in den Alpen.“ Gemeinsam trage man Verantwortung für den alpinen Lebensraum, daher seien Klimawandel und Klimaschutz Kernthemen der Präsidentschaft. Beim französischen Staatssekretär für den ländlichen Raum, Joël Giraud, bedankte sich Landeshauptmann Kompatscher für die coronabedingt auf zwei Jahre verlängerte „beispielhafte“ französische Präsidentschaft.

Staatssekretär Joël Giraud bezeichnete den Klimawandel als große Herausforderung, der Europa und Eusalp Rechnung tragen müssten, zumal der Klimawandel sowohl soziale als auch kulturelle Folgen nach sich ziehen werde. Zudem plädierte Giraud dafür, dass die jungen Menschen die Zukunft des Alpenraumes mitgestalten müssten: Sie seien die Garanten, ja die Helden der Zukunft des Alpenraums.

Für die Teilhabe der Jugend und die Forstsetzung des eingeleiteten Beteiligungsprozesses sprach sich der Trentiner Landesrat Mirko Bisesti aus: „Die Einbeziehung der jungen Menschen stärkt die Eusalp.“ Der Alpenbogen müsse ein Gebiet der Erneuerung sein. Um Abwanderungen zu verhindern, seien Innovation und Digitalisierung notwendig. 

Bergsteigerlegende Reinhold Messner zeigte die Belastung der Berge durch die Metropolen auf: „Die großen Städte wie Mailand oder Turin wirken als Multiplikatoren und belasten den gesamten Alpenraum. Die Städte brauchen die Berge und deren Ressourcen, geben aber nichts zurück.“ Somit sei nicht nur der Tourismus für den Gletscherschwund verantwortlich, sagte Messner und forderte einen Schulterschluss der Bevölkerung des Alpenraumes, um vor allem die ländliche Alpenwelt zu schützen, die besonders gefährdet sei.

Abschließend erklärte Landeshauptmann Kompatscher, man baue auf „Energieeffizienz und eine Energiewende, um den Weg hin zu einer kohlenstoffneutralen Makroregion zu ebnen“. Die Einbeziehung der Gemeinden und der Bürgerinnen und Bürger, einen nachhaltigen Tourismus und einen nachhaltigen Verkehr mit einem effizienten Schienennetz zählte der Landeshauptmann als weitere Schwerpunkte auf. 

Moderiert wurde die Pressekonferenz vom Leiter des ORF-Büros Berlin, dem aus Bozen stammenden Journalisten Andreas Pfeifer.

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