Die Hiobsbotschaft dass in Japan die A-Streptokokken zirkulieren, verbucht auf die Menschen in Japan Schrecken.Dass man von den A-Streptokokken keine besonderen Vorgehensweisen benötigt liegt auf der Hand.
Therapie
Bisher sind weltweit keine Resistenzen von S. pyogenes gegen β-Laktame bekannt. Therapie der Wahl bei Rachen- und Hautinfektionen mit S. pyogenes ist daher die 10-tägige Gabe von Penicillin bzw. Amoxicillin oder Ampicillin (oral oder parenteral). Einige Veröffentlichungen empfehlen kürzere Therapiedauern. Ein auf 5 Tage verkürztes Regime mit oralen Cephalosporinen ist für Kinder gleichwertig.
Bei Penicillin-Allergie zeigt die orale Therapie mit Erythromycin oder anderen Makroliden für eine Dauer von 5 bis 10 Tagen ähnlich gute Ergebnisse. Allerdings liegen die Resistenzraten für Makrolide regional unterschiedlich zwischen 10 und mehr als 30%, so dass eine Resistenztestung optimalerweise vor der Gabe dieser Antibiotika dringend indiziert ist.
Cotrimoxazol und Chinolone außer Moxifloxacin wirken nicht zuverlässig.
Bei schweren systemischen Infektionen (Sepsis, STSS, Fasciitis necroticans) wird eine Gabe von Clindamycin sowie von Immunglobulin-Präparaten zusätzlich zur parenteralen Penicillin-G-Therapie empfohlen.
Patienten mit rheumatischem Fieber sollten eine Rezidivprophylaxe mit Penicillin erhalten. Bezüglich der Dauer der Prophylaxe gibt es keine einheitliche Auffassung. Sie sollte mindestens über 5 Jahre gegeben werden, nach einem Rezidiv lebenslang.
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