Am 20. November, dem Welttag der Kinderrechte, wurde in Bozen der „Platz der Kinderrechte“ eingeweiht. Diese Initiative stammt von der Kinder- und Jugendanwaltschaft, dem VKE und der Gemeinde Bozen.

Am 20. November 1989 verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Kinderrechtskonvention, die von 196 Staaten, darunter Italien, unterzeichnet wurde. Sie garantiert in 54 Artikeln Schutz, Förderung und Beteiligung für alle Kinder und Jugendlichen. Seit diesem Datum ist der 20. November der Welttag der Kinderrechte. An diesem Tag haben das Ressort für Jugend der Gemeinde Bozen, der Verein für Kinderspielplätze und Erholung VKE und die Kinder- und Jugendanwaltschaft ein Projekt vorgestellt, das den Rechten der Kindern gewidmet ist. Es umfasst ein Denkmal, das an die UN-Kinderrechtskonvention erinnert, und die symbolische Umbenennung des Rathausplatzes in „Platz der Kinderrechte“. Hierfür wurde eine Bank entfernt und durch eine Sitzinstallation ersetzt. Zudem wird die Fassade der Gemeinde abends blau beleuchtet, um die Einhaltung der Kinderrechte zu symbolisieren.

„Ziel unseres Projektes ist es, das Bewusstsein für die Kinderrechte im öffentlichen Raum nachhaltig zu fördern. Durch das Denkmal werden die Grundprinzipien der Kinderrechtskonvention vermittelt und die Gesellschaft kontinuierlich an die Verantwortung erinnert, Kinder als vollwertige Mitglieder der Gemeinschaft zu respektieren und ihnen eine Stimme zu geben. Das Denkmal ist somit auch ein Mahnmal“, unterstreicht Kinder- und Jugendanwältin Daniela Höller zum Jahrestag der UN-Kinderrechtskonvention.

Die Eröffnungsveranstaltung fand am Donnerstag, den 20. November 2025, auf dem Rathausplatz statt, an der zahlreiche Kinder aus Kindergärten und Grundschulen aller drei Landessprachen als besondere Gäste teilnahmen. Im Laufe des Vormittags wurde der Platz mit dem VKE-Spielbus, dem beliebten „1, 2 oder 3“-Spiel und zahlreichen weiteren Spielstationen belebt. Zudem waren Informationsstände zahlreicher Netzwerkpartner anwesend, um die Bürgerinnen und Bürger für die Rechte von Kindern und Jugendlichen zu sensibilisieren. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung durch Instrumentalstücke der inklusiven Musikband „Musik ohne Grenzen“ der deutschen und ladinischen Landesmusikschulen.

Anschließend fand die offizielle Einweihung des „Platzes der Kinderrechte“ statt, bei welcher die teilnehmenden Kinder Vertretern der Landes- und Stadtpolitik – Landtagspräsident Arnold Schuler, Landeshauptmann-Stellvertreter Marco Galateo, Bozens Bürgermeister Claudio Corrarati und André Comploi, Direktor des Ressorts Ladinische Bildung und Kultur – Büchlein überreicht haben, die sie infolge von Workshops der Kinder- und Jugendanwaltschaft gestaltet haben. Der Kinderchor der Musikschule Terlan hat mit der Aufführung von drei Liedern die Veranstaltung stimmungsvoll abgerundet.

„Dieser Tag soll uns daran erinnern, dass Kinder und Jugendliche nicht nur Adressaten von Politik sind, sondern Akteure des städtischen Lebens. Ihnen symbolisch einen Platz im Herzen der Stadt zu widmen, bedeutet, ihr Recht anzuerkennen, gehört zu werden und als aktiver Teil der Gemeinschaft wahrgenommen zu werden“, erklärte Claudio Della Ratta, Stadtrat für Jugend der Gemeinde Bozen, und ergänzte: „Mit dieser Initiative hat die Stadt Bozen ihr Engagement für die Förderung einer Kultur des Zuhörens, des Respekts und der Teilhabe von Kindern und Jugendlichen erneuert.“

„Ein großer Dank gebührt den Sponsoren dieses Projektes. Durch die finanzielle Unterstützung der Stiftung Südtiroler Sparkasse, des Amtes für Jugendarbeit und der Gemeinde Bozen haben wir erstmals einen Platz der Kinderrechte in Südtirol, der uns alle dazu ermahnt, Kinderrechte ernst zu nehmen und einzuhalten”, fügte Maria Larcher, die Vorsitzende des Vereines für Kinderspielplätze und Erholung VKE, abschließend hinzu.


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