Die Italienische Regierung sorgt für großes Aufsehen. Am Mittwochabend protestierten etwa 200 Schützen aus den Bezirken Unterland und Überetsch mit Fackeln und Bengalos gegen die willkürliche Grenze zwischen dem linken und rechten Etschufer.

Aus Überetsch Unterland, aus Bozen und Umgebung und auch aus anderen Landesteilen sind sie gekommen: über 400 Teilnehmer an der Informationstagung der Schützen über die Verstümmelung des Wahlkreises Bozen-Unterland-Überetsch. In diesem einzigen Wahlkreis war es möglich, über die Grenzen der Sprachgruppen hinweg einen Vertreter zu wählen, der alle drei Sprachgruppen – Deutsche, Italiener und Ladiner – repräsentieren konnte. Ich selbst durfte diese zukunftsweisende Öffnung mitgestalten und in meiner politischen Arbeit mit Leben erfüllen.

Rom – Nein Danke !!!!

Die Botschaft ist klar: Der Wahlkreis darf nicht geteilt werden. Die SVP soll von den Regierungsparteien die Rücknahme des Abänderungsantrages Urzì im Senat fordern und andernfalls die Koalition mit den Postfaschisten beenden. Wien muss gegen die Verletzung des Südtirol Paketes handeln. Dieser Beschluss wurde mit drei Enthaltungen und ohne Gegenstimme genehmigt. Die Bürgermeister unterstützen das, hatten aber keine Gelegenheit, sich zu äußern. Das ist bedauerlich. Die Schützen hatten dieses Treffen als Informationsversammlung geplant und am 26. August eine eigene Tagung mit den Bürgermeistern in Neumarkt vorgesehen, wo sie zu Wort kommen sollten. Ich hoffe, dass sich die Spannungen bald zum Wohle der Sache lösen. Der Ruf aus Unterland, Überetsch und Bozen ist eindeutig: Der Wahlkreis darf nicht verstümmelt werden.


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