Hermine Mayr Orian, die 106 Jahre alt wurde, ist eine Südtirolerin, die in der italienischen und österreichischen Presse für ihren Kampf um die Rückerlangung der österreichischen Staatsbürgerschaft bekannt ist. „Ich bin Österreicherin geboren und möchte als Österreicherin sterben“, hat sie immer wieder betont, doch Wien hat ihren Antrag nie angenommen.
Hermine Aloisia Mayr wurde am 23. April 1919 in Kurtatsch geboren.

Das Südtirol war damals noch österreichisch, obwohl es bereits von der italienischen Armee besetzt war, und nur wenige Monate später, mit der Unterzeichnung des Vertrages von Saint Germain, würde es offiziell an Italien übergehen. Unter dem Faschismus unterrichtete sie Deutsch in geheimen Schulen, den sogenannten ‚Katakombenschulen‘. Mit der Heirat wurde sie Frau Orian und dann Mutter von zwei Kindern.
Heute lebt sie mit einem ihrer Kinder in Schenna über Meran. Seit etwa zehn Jahren verfolgt die Urgroßmutter den Traum, wieder Österreicherin zu werden. Im letzten Jahr erhielt sie das Ehrenzeichen des Landes Tirol.
Die patriotische Tiroler Bewegung Andreas Hofer Bund, die sich seit langem ihrer Sache angenommen hat, gratuliert in einer Pressemitteilung der „Großmutter Tirols“. „Auch wenn Hermine die österreichische Staatsbürgerschaft verweigert wird, muss man sich fragen, wer, wenn nicht sie, eine wahre Österreicherin ist? Hermine Orian ist österreichischer als der alte, ideologisch verwirrte, rauchende Hartnäckige der Hofburg“, schreibt der Sekretär des Andreas Hofer Bund, Alois Wechselberger, in Bezug auf den österreichischen Präsidenten Alexander Van der Bellen.
„Sie hat auch mehr Charakter, Würde und Ehren als jedes einzelne Mitglied der früheren und aktuellen österreichischen Regierung“, fügt er hinzu.


Entdecke mehr von "Radio Südtirol"Ihr Schlager & Heimatwebradio im Livestream

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Kommentar verfassen