Der Südtiroler Sanitätsbetrieb erhielt von Januar 2022 bis Juni 2026 insgesamt 713 Schadensersatzforderungen.Ärzte und Sanitäter geben ihr bestes,stehen jedoch von der Bürokratie und den strengen Gesetzen sehr oft unter Druck.Im genannten Zeitraum wurden 286 von 713 Schadensersatzforderungen anerkannt, wofür 12.999.503,15 Euro gezahlt wurden.Das Personal ist rigiden Reglements und Gesetzen ausgeliefert,welche die Politik bestimmt und ein Mensch nicht mehr Mensch sein kann.

Damit wurden etwa 40 Prozent der eingereichten Forderungen erfüllt. Informationen über die Höhe der Entschädigungen oder deren Verteilung auf die Fachbereiche fehlen. Laut den vorliegenden Daten betrafen die meisten Schadensersatzforderungen die Bereiche Orthopädie, Traumatologie, Notaufnahme, Gynäkologie und Geburtshilfe sowie Allgemeine Chirurgie. Eine genaue Aufschlüsselung nach Fallzahlen in den Fachbereichen wird nicht bereitgestellt. Nicht alle Schadensersatzforderungen konnten intern geklärt werden; in 63 Fällen gab es keine Einigung, und diese müssen wahrscheinlich gerichtlich geklärt werden. Es ist unklar, wie viele bereits anhängig sind oder welche finanziellen Risiken bestehen. Franz Ploner, ein pensionierter Arzt, kommentiert dazu: „In den letzten fünf Jahren sind fast 13 Millionen Euro an Schadensersatzforderungen gegen den Südtiroler Sanitätsbetrieb ausgezahlt worden. Die Erkenntnisse aus diesen Forderungen sollten zur Verbesserung der Qualitätssicherung und Patientensicherheit genutzt werden. Ein effektives Gesundheitssystem erkennt Risiken früh, bearbeitet sie transparent und reduziert sie erfolgreich. Eine offene Fehlerkultur ist entscheidend für die nachhaltige Verbesserung der Versorgungsqualität in den Einrichtungen des Südtiroler Sanitätsbetriebs.“


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