Steuervergehen am Oberen Gardasee: Ein Unternehmen in der Krise

Ein Unternehmen am Oberen Gardasee, das Maschinen saniert und wartet, hat 127 Arbeitnehmer ohne gültige Beschäftigung, über 1 Million Euro an Steuer- und Sozialversicherungsabzügen nicht abgeführt sowie weitere Steuerverstöße in Höhe von über 1,8 Millionen Euro und 600.000 Euro an Mehrwertsteuer begangen. Es hatte Beziehungen zu vielen Firmen in Italien, die technologische, mechanische und elektrische Anlagen sowie Papier herstellen. Erste Ermittlungen der Finanzbeamten aus Riva zeigten, dass die wirkliche Leitung des Unternehmens beim Ehemann einer Frau ausländischer Herkunft lag, die zwar offiziell alleinige Geschäftsführerin war, jedoch keine Kenntnisse über die wirtschaftlichen Belange hatte und nur eine vergütete Buchung erhielt, die wahrscheinlich zur Kreditaufnahme für den Erwerb einer Immobilie diente. Dank der Zusammenarbeit mit den INPS-Inspektoren in Trient wurde ein System zur Beitragshinterziehung aufgedeckt, bei dem Teile der Gehälter als steuerfreie Zulagen getarnt wurden. Bei Überprüfungen wurde festgestellt, dass die 127 Arbeitnehmer erhöhte steuer- und sozialversicherungsfreie Beträge in ihren Gehaltsabrechnungen erhielten, ohne die nötigen Abzüge zu leisten. Zusätzlich wurden weitere Steuerverstöße festgestellt, sowohl hinsichtlich der Einkommensteuer, bei der eine falsche Steuererklärung mit null Euro Einnahmen eingereicht wurde, anstatt der rekonstruierten 1,8 Millionen Euro, als auch hinsichtlich der Mehrwertsteuer von über 600.000 Euro.


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